Optik zum Anfassen – der 8er-Physikkurs besucht die Camera Obscura

Am heutigen Mittwoch, dem 23. September 2026, machte sich der Physikkurs der Jahrgangsstufe 8 gemeinsam mit Herrn Hansel und Frau Schöring auf den Weg nach Mülheim an der Ruhr. Ziel war die Camera Obscura im MüGa-Park – passend zu unserer aktuellen Unterrichtsreihe zur Optik.

Ganz ohne sportliche Herausforderung verlief die Anreise allerdings nicht: Da die U18 aufgrund einer Störung ausfiel, musste kurzerhand eine Laufeinheit eingelegt werden, um den Schienenersatzverkehr noch zu erreichen. Von dort ging es weiter zum Mülheimer Hauptbahnhof. Anschließend ging es zu Fuß entlang des RS1, des Radschnellwegs, über die Ruhr bis zur MüGa, wo sich die Camera Obscura befindet.

Dort wurden wir von Dr. Jörg Schmitz empfangen, der uns zunächst durch das Museum führte und uns in die spannende Welt der optischen Wahrnehmung und der frühen Filmtechnik entführte.

Das Museum beschäftigt sich mit der Vorgeschichte von Film und Fotografie. Auf mehreren Ebenen gibt es mehr als 1.100 Exponate zu entdecken. Zu sehen sind unter anderem historische Zauberlaternen, Schattenspiele, optische Täuschungen, ein Riesen-Kaleidoskop, Lebensräder, Daumenkinos und frühe Filmprojektoren. Viele Stationen laden ausdrücklich zum Ausprobieren und Mitmachen ein. So konnten die Schülerinnen und Schüler die physikalischen Grundlagen von Licht, Schatten, Wahrnehmung und bewegten Bildern nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern direkt erleben.

Besonderer Höhepunkt war natürlich die Camera Obscura selbst: Im ehemaligen Broicher Wasserturm befindet sich die laut Museum weltweit größte begehbare Lochkamera. Bei der Vorführung konnten wir beobachten, wie durch die besondere Optik ein Live-Bild der Umgebung auf die Projektionsfläche im Inneren des Turms gelangt – ganz ohne Strom und mit einem beeindruckenden 360-Grad-Blick über das Ruhrgebiet.

Nach insgesamt rund zwei Stunden voller Informationen, Experimente und optischer Eindrücke rauchten bei einigen Schülerinnen und Schülern nicht nur die Köpfe, sondern vermutlich auch die letzten freien Gehirnzellen. So viel Optik muss schließlich erst einmal verarbeitet werden.

Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck ging es anschließend wieder zurück nach Essen. Die Exkursion hat damit eindrucksvoll gezeigt: Physik findet nicht nur im Klassenraum statt – manchmal muss man sie einfach selbst sehen, ausprobieren und erleben.